Wiese statt Schule
"Die Wiese" steht auf dem Lehrplan. In Burggen übernehmen Grundschulkinder aber sogar die Patenschaft für eine wilde Wiese und leisten praktische Biotoppflege.
Am letzten Septembertag machten sich die Viertklässler der Grundschule Burggen (insgesamt 34 Kinder) zum nahen Müllerssee auf, um den Magerrasenhang abzurechen. Zunächst sortierten sie emsig die jungen Weidentriebe aus dem Mähgut, damit es als Einstreu im Stall verwendet werden kann. Danach ging es ans Abrechen, was stellenweise an diesem Hang gar nicht so einfach ist, weil manches Mähgut nach oben gerecht werden muss. Aber die Kinder meisterten ihre Aufgabe mit großer Sorgfalt und Ausdauer, trotz der hohen Temperaturen. Belohnt wurden sie mit einer Brotzeit. Am Ende durften sie noch die reifen Samen des auf der Fläche blühenden Gelben Enzians verbreiten.
Die Aktion findet im Rahmen der Biotoppatenschaft der Grundschule Burggen statt, die seit etwa 20 Jahren in Zusammenarbeit mit dem BUND Naturschutz besteht. Im Frühsommer besuchten dieselben Kinder bereits (als Drittklässler) zusammen mit Helmut und Maria Hermann den Burgberg, um die Pflanzenvielfalt eines Magerrasens im Vergleich zu den umliegenden Intensivwiesen zu erkunden und den Boden kennenzulernen.
