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Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung

Pilzspaziergang am Blaslweiher

Rund fünfzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich am Treffpunkt eingefunden, einige kamen erwartungsfroh mit Pilzkörbchen. Christoph Merk stellte aber gleich klar: Hier bekommt heute niemand eine Empfehlung für's Abendessen.

Vielmehr drehte sich bei der anschließenden Runde durch den Wald alles um Pilzfamilien, deren Bestimmungsmerkmale: Lamellen, Röhren, Poren und Leisten und weitere Charakteristika wie Blaufärbung und Milchsaft. Auch Interessantes zu Ökologie und Lebensweise der Pilze erfuhren die Teilnehmer: Ohne Pilze könnten Bäume weder gut wachsen noch verrotten. Gewürzt wurden die vielen Informationen durch einige Anekdoten, so von den Bewohnern Nordskandinaviens, die angeblich Rentierurin tranken, weil es im hohen Norden kein Bier aber Fliegenpilze gab. Oder von Pilzen, die von der radioaktiven Strahlung im havarierten Reaktor in Tschernobyl leben können.

Zum Schluss erklärte Christoph Merk noch einmal die Merkmale der gefundenen Pilze und präsentierte erfreut auch einen Knöllenblätterpilz. Der sah eigentlich ganz hübsch aus. Spätestens hier wurde allen klar: Sichere Artenkenntnis auf dem Gebiet der Pilze lässt sich nicht an einem Nachmittag erlernen. Hierzu braucht es Zeit, ein gutes Buch, Support durch Pilzberater und Mykologen und man muss Art für Art alle Merkmale des Speisepilzes und auch seiner Doppelgänger gründlich erlernen.

Aber auch für alle, die einfach Freude an den unglaublich vielfältigen Formen und Farben dieser faszinierenden Waldbewohner haben, war es ein interessanter, kurzweiliger Nachmittag.