Zur Startseite

Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung

Springkraut-Invasion

Das Drüsige Springkraut, Impatiens glandulifera, ist ein invasiver Neophyt, das heißt, eine gebietsfremde Pflanze, die sich hier über die Maßen ausbreitet. Auch auf einer unserer Moorflächen versucht es, die Herrschaft zu übernehmen. Deshalb hieß es letzte Woche, Mähen, Pflücken und mit der Wurzel ausreißen. Frei nach dem Motto: Der Feind ist größer, aber wir sind stärker!   

Tun wir dies nicht, werden heimische Pflanzen, die die Lebensgrundlage für Insekten und die ganze weitere Nahrungskette bilden, verdrängt. Immer mehr Neophyten kommen mit den sich ändernden Klimabedingungen gut, leider zu gut, klar und bedrohen so die Artenvielfalt. Exotische Pflanzen, die von Gartencentern leichtfertig in Umlauf gebracht wurden, verursachen dann viele, viele Stunden Arbeit beim Schutz der Natur.

Gemeinsam in einer gut gelaunten Helfergruppe, war es aber sogar lustig, den hohen und dichten Beständen mit den leuchtend purpurroten Blüten zu Leibe zu rücken. Die Kanadische Goldrute, eine weitere invasive Pflanze haben wir dann auch gleich abgemäht. Ohne diese Maßnahme würde jede verblühte Pflanze Hunderte von Samen in die Umgebung schleudern, im nächsten Jahr noch viel massiver auftreten und das gesamte Biotop zerstören.

Die Liste der invasiven Arten wird ständig länger. Welche Pflanzen in Zukunft zum Problem werden können, lässt sich schwer vorhersagen. Bitte setzen Sie im Garten deshalb auf heimische Pflanzen, unserer Natur zuliebe.