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Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung

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Befragung der Parteien und Wählergruppen vor den Kommunalwahlen 2026 in Penzberg

Die OG Penzberg hat im Vorfeld der anstehenden Wahlen an die Parteien und Wählergruppen Fragen zu ihren Plänen im Bereich Natur-, Klima- und Umweltschutz gesandt.
Vielleicht sind die Antworten hilfreich für die Wahlentscheidung. Zum besseren Vergleich geben wir im Folgenden die Antworten auf unsere Fragen wörtlich wieder.

Die Reihenfolge ist willkürlich.
Die Stellungnahmen kamen von:

Penzberg Miteinander: Thomas Kopf
Die Grünen: Wolfgang Schweiger
SPD: Clemens Meikis
CSU:Stefan Korpan
BfP: Wolfgang Sacher
 

 

1a. Warum sollten Bürger, denen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz wichtig ist, Ihre Partei/Wählergruppe wählen?

Die Grünen:
Wir haben in der Vergangenheit mit zahlreichen Anträgen zu Natur- und Artenschutz, Klimaschutz und Klimaresilienz diese Themen in den Stadtrat eingebracht und werden dies auch weiterhin tun. Wir waren auch Initiator der Baumschutzverordnung (die leider wieder abgeschafft wurde) und haben das Mobilitätskonzept wesentlich unterstützt. Bei Bebauungsplänen wie auch beim Flächennutzungsplan achten wir gezielt auf die Belange des Natur- und Umweltschutzes (z.B. Roche-Erweiterung, aber auch viele kleinere Bebauungspläne, Forderung von heimischen Gehölzen etc.) und sind dankbar für die kompetenten Stellungnahmen des BN. Bei Flächennutzungsplan achten wir darauf, dass wichtige Biotopverbundstrukturen erhalten bleiben.

PM:
Penzberg MITEINANDER betrachtet diese Themen nicht isoliert, sondern als festen Bestandteil einer verantwortungsvollen Stadtentwicklung. Nach unserem Verständnis müssen diese Aspekte von Anfang an in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
Uns ist wichtig, ökologische Ziele mit sozialen und wirtschaftlichen Belangen in Einklang zu bringen. Nachhaltige Lösungen entstehen aus unserer Sicht nicht durch kurzfristige Symbolpolitik, sondern durch nachvollziehbare Entscheidungen, transparente Abwägungen und einen offenen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie mit fachlich versierten Akteuren vor Ort.
Bei allem finanziellen Druck, der derzeit politische Entscheidungen in Penzberg überschattet, ist und bleibt es stets eine zentrale Motivation von Penzberg MITEINANDER, Verantwortung dafür zu übernehmen, dass sich in unserer Stadt ein bewusster Umgang mit Klimaveränderung etabliert und wo immer möglich konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung ergriffen werden, die sich auch nicht zuletzt auf die Lebensqualität in unserer Stadt auswirken werden – mehr Bäume, mehr „grün“, weniger Versiegelung und Renaturierung von Flächen.

SPD:
Bürgerinnen und Bürger, denen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz wichtig sind, sollten die SPD Penzberg wählen, weil wir Klimaschutz konkret umsetzen.
Unter SPD-Führung hat die Stadt Penzberg beispielsweise mehrere Solarparks realisiert und damit erneuerbare Energie vor Ort ausgebaut. Gleichzeitig setzen wir uns für den Schutz von Grünflächen, eine maßvolle Stadtentwicklung sowie den Ausbau von Radwegen und öffentlichem Nahverkehr ein.
Für uns gehört konsequenter Klimaschutz immer mit sozialer Verantwortung und kommunalem Handeln zusammen.
Ganz konkret benennen wir in unserem Wahlprogramm sämtliche Punkte die zeigen, dass uns Natur-, Umwelt- und Klimaschutz ein ernsthaftes Anliegen ist: 

  • Natur bewahren – nachhaltig handeln – Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen
  • Lebensfreundliche Stadträume fördern – naturnahe Gestaltung für Mensch und Tier
  • Klimaangepasstes Wohnen fördern – Hitzeschutz, Frischluftschneisen und hohe Wohnqualität berücksichtigen
  • Unterstützung nachhaltiger Energiekonzepte – kommunale Wärmeplanung und enge Zusammenarbeit mit der Energiewende Oberland GmbH
  • Sanierung vor Neubau – möglichst keine zusätzliche Flächenversiegelung
  • Radwege ausbauen und Anbindung verbessern – sichere Radverbindungen innerorts sowie zu umliegenden Gemeinden
  • Maßvolle Nachverdichtung – neuen Wohnraum schaffen unter Wahrung von Lebensqualität und Grünflächen
  • Ungenutzte Flächen sinnvoll entwickeln – vorhandene Potenziale nutzen, ohne Naturverbrauch
  • Rufbus einführen – flexible Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen
  • Mobilitätskonzept umsetzen – konsequente Abarbeitung der 169 beschlossenen Maßnahmen
  • Wohnraum nach Bedarf schaffen – flexibel, nachhaltig und lebensnah

CSU:
Hier gibt es doch einige Dinge aufzuzählen, die in den letzten 6 Jahren umgesetzt wurden und die wir für die Zukunft noch vorhaben.
Hier ein paar Aufzählungen der letzten Jahre, die aber nicht abschließend sind:
- Errichtung der Energiezentrale, für nachhaltige Wärmeversorgung über unser städtisches Fernwärmenetz
- Errichtung mehrere PV Anlagen, u.a. auf Gut Hub oder der Layritzhalle
- Neuaufstellung des Flächennutzungsplans, mit integriertem Landschaftsplan, um die Grenzen für die zukünftige mögliche Bebauung festzulegen und wertvolle Naturflächen zu schützen
- Renaturierung auf Gut Hub begonnen
- Renaturierung Kirnbergmoor und Ringseefilz abgeschlossen
- Mobilitätskonzept beschlossen und fertiggestellt, mit Umsetzung der ersten Maßnahmen
- Nachhaltige Bauweise, u.a. im Kinderhaus Nonnenwald
- Aufforstung des Waldes am Huber Weiher
Weiterhin soll in der Zukunft diese Umweltpolitik fortgesetzt werden, z.B. durch die weiterhin kontinuierliche Renaturierung des Gebietes Gut Hub, die stetige Umsetzung des Mobilitätskonzeptes, der Abschluss des Landschafts- und Flächennutzungsplans, Nachverdichtung vor Flächenfraß oder regionale Strom- und Wärmegewinnung, sowie die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung.

BfP:
Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sind für uns kein ideologisches Projekt, sondern eine Frage von Lebensqualität, Gesundheit und wirtschaftlicher Vernunft.
Penzberg lebt von:

  • seiner Nähe zu Mooren und Wäldern
  • guter Luft
  • hoher Wohnqualität

Wir stehen für verantwortungsvolle Stadtentwicklung statt Flächenverbrauch auf Vorrat.
Klimaschutz darf nicht nur im Leitbild stehen – er muss bei Bauprojekten, Verkehr und Energieversorgung konkret berücksichtigt werden.
 

1b. Wie soll der Natur-, Umwelt- und Klimaschutz künftig in der Stadtverwaltung organisatorisch berücksichtigt werden?

Die Grünen:
Unser Ziel ist, die Stelle eines/einer Umwelt- und Klimaschutzmanager:in durch Kofinanzierung (Fördermittel) möglichst wieder zu besetzen.
Die Stelle für Grünordnung muss dringend kompetent besetzt werden, da hier die Verantwortung für die Grünordnung in Bebauungsplänen liegt sowie viele weitere Natur- und Umweltthemen. 

PM:
Maßnahmen zum Schutz von Natur, Umwelt und Klima sollten aus unserer Sicht als Pflichtaufgabe der Stadtverwaltung begriffen werden. Nur so können wir der Verantwortung gerecht werden, unseren Lebensraum in angemessener Weise zu erhalten und nachfolgenden Generationen zu überlassen. Daraus ergibt sich auch die Erwartungshaltung, dass alle Ebenen der öffentlichen Verwaltung mit diesen Maßnahmen eng verzahnt werden.
Um dies gewährleisten zu können, muss die dafür notwendige Kompetenz im Rathaus personell verankert werden. Dies zu ermöglichen ist der Wunsch von Penzberg MITEINANDER. Ziel muss es sein, Umwelt- und Klimaschutz nicht als nachgelagerten Prüfpunkt zu behandeln, sondern als festen Bestandteil der fachübergreifenden Abwägung.

SPD:
Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sollen in der Stadtverwaltung Penzberg als verbindliche Querschnittsaufgabe organisiert werden.
Die SPD setzt sich für klare Zuständigkeiten, die frühzeitige Einbindung von Klima- und Naturschutzbelangen in alle relevanten Planungen sowie eine regelmäßige Überprüfung und transparente Umsetzung beschlossener Maßnahmen ein.

CSU:
Die Stelle der Klima- und Umweltschutzbeauftragten wurde neu besetzt. Auch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Partner aus dem Bereich Klima- und Umweltschutz sollen verstärkt werden, z.B mit der EWO oder dem BN.

BfP:
Wir wollen:

  • klare Zuständigkeiten in der Verwaltung
  • Klimafolgenabschätzung bei größeren Projekten
  • frühzeitige Einbindung von Fachwissen

Natur- und Klimaschutz darf nicht „mitlaufen“, sondern muss verbindlicher Prüfbestandteil bei Bauleitplanung und Investitionsentscheidungen sein.
 

1c. Zum Fachbeirat für Klimaschutz, Umwelt und Energie: Sollte der Fachbeirat wieder aktiviert werden und wenn ja, wie kann man ihn stärken?

Die Grünen:
Der Fachbeirat ist eine sehr wichtige fachliche Unterstützung für Verwaltung und Stadtrat. Diese Kompetenz und Ressource muss der neue Stadtrat wieder nutzen. Klimaschutz, Umwelt und Energie sind Schlüsselfaktoren bei sehr vielen Entscheidungen der Stadt und damit ist es zwingend notwendig, die Themen als „Querschnittfragen“ in die Entscheidungen einzubinden. Die Etablierung eines/einer Umwelt- und Klimaschutzmanagers sichert dieses Vorgehen. 
Wir müssen bei Thema Klimaneutralität und -resilienz dringend vorankommen.

PM:
Ich halte es grundsätzlich für sinnvoll, den Fachbeirat für Klimaschutz, Umwelt und Energie wieder zu aktivieren, sofern er als echtes Beratungs- und Dialoggremium verstanden wird und nicht nur formalen Charakter hat.
Fachbeiräte können einen wichtigen Beitrag leisten, um unterschiedliche Perspektiven frühzeitig in politische Entscheidungsprozesse einzubringen und fachliche Expertise nutzbar zu machen.
Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass der Fachbeirat klar in die kommunalen Abläufe eingebunden wird. Dazu gehört eine frühzeitige Einbindung bei relevanten Vorhaben, transparente Arbeitsweisen sowie eine klare Rückkopplung darüber, wie die eingebrachten Empfehlungen in politische Abwägungen eingeflossen sind.
Eine Stärkung des Fachbeirats sehe ich weniger in einer Ausweitung formaler Zuständigkeiten als vielmehr in Verlässlichkeit, Ernsthaftigkeit und einer offenen Kommunikationskultur zwischen Beirat, Verwaltung und Stadtrat.

SPD:
Ja, der Fachbeirat für Klimaschutz, Umwelt und Energie soll wieder aktiviert und gestärkt werden.
Die SPD Penzberg setzt sich dafür ein, den Fachbeirat mit der frühzeitigen Beteiligung von Umweltverbänden wie dem Bund Naturschutz auszustatten, seine fachlichen Empfehlungen transparent in die Entscheidungen von Verwaltung und Stadtrat einzubinden und ihm durch klare Zuständigkeiten sowie regelmäßige Sitzungen mehr Gewicht zu geben.

CSU:
Der neue Stadtrat soll hierüber beraten und beschließen. Bei einer Aktivierung sollte aber unbedingt ein Entscheidungsrahmen bzw. umsetzbare Ziele festgelegt werden.

BfP:
Ja, wir wollen ihn wieder aktivieren.

Aber:
Nicht als Feigenblatt, sondern mit:

  • klarer Geschäftsordnung

  • regelmäßiger Berichtspflicht im Stadtrat

  • frühzeitiger Beteiligung bei Planungen

Ein Beirat muss mitreden können – nicht nur reagieren dürfen.

2. Stadtklima & Klimaanpassung

2a. Welche Maßnahmen zur Klimaanpassung (Hitzeschutz, Frischluft, Starkregen) vor allem in der Innenstadt beabsichtigen Sie?

Die Grünen:
In der (Innen-)Stadt stehen laufend bauliche Veränderungen an (Kanal, Gebäude, etc.). Wir wollen, dass bei allen Baumaßnahmen überlegt und geprüft wird, welche Klimaanpassungen möglich, sinnvoll und finanzierbar sind. Dazu müssen wir die Expertise z.B. eines Fachbeirat nutzen und eine gute Zusammenarbeit mit den Abteilungen von Stadt und Landkreis erwirken.
Das Schwammstadtprinzip muss in Penzberg umgesetzt werden, wobei hierfür vor allem der Anteil an Grünflächen erhöht werden muss. Die Begrünung von Flachdächern muss eine generelle Vorgabe werden, ebenso die Fassadenbegrünung in Stadtteilen mit hohem Versiegelungsgrad wie der Innenstadt oder Gewerbegebieten. Wir müssen auch von einer maximalen Verdichtung wegkommen und in zentralen Bereichen und Gewerbegebieten Grünflächen und begrünte Innenhöfe fordern. Dies verbessert nicht nur das Kleinklima, sondern auch die Aufenthaltsqualität. Auf städtischem Grund ist zu prüfen, wo wir Bäume pflanzen und entsiegeln können. Dabei sollen wieder vermehrt heimische/standortgerechte Großbäume gewählt werden, die eine stärkere klimatische Wirkung haben und aus Sicht des Artenschutzes wertvoller sind. Viele Bäume wurden in der Vergangenheit entfernt und nicht wieder ersetzt. Auch hier können wir besser werden. Auch in diesem Bereich sind wir aktiv mit Anträgen dabei (Antrag zur klimaresilienten Stadt 2019, Antrag zur Stadtplatzbegrünung 2025) sowie mit Einwänden zu Bebauungsplänen.
Ein weiteres wichtiges Element der Klimaanpassung ist ein Starkregen-Konzept. Auch wenn unser Antrag 2019 abgelehnt wurde bzw. das Starkregenkonzept den Sparmaßnahmen zum Opfer fiel, werden wir weiterhin an dem Thema dranbleiben.

PM:
Klimaanpassung ist für mich in erster Linie eine Frage der Gesundheitsvorsorge und der Lebensqualität, insbesondere in dicht bebauten Bereichen wie der Innenstadt. Die von Ihnen genannten Herausforderungen stellen zentrale Handlungsfelder dar.
Konkret bedeutet das, versiegelte Flächen wo immer möglich zu reduzieren, zusätzliche Bepflanzungen und Schattenstrukturen zu schaffen sowie vorhandene Bäume konsequent zu erhalten.
In der Bauleitplanung muss zudem die Frischluftzufuhr und der Erhalt bestehender Frischluftschneisen als wesentlicher Bestandteil der Städteplanung begriffen werden. Gerade da es bei der Weiterentwicklung der Innenstadt oftmals um Nachverdichtung geht, darf dieser Aspekt nicht vernachlässigt werden.
Intelligente Lösungen bieten hier gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zum Biotobverbund.
Für Starkregenereignisse sind bereits Regenrückhaltebereiche vorgesehen.
Diesbezüglich ist es wichtig, dass die Erhaltung dieser Areale nicht dem Platzbedarf städtebaulicher Projekte zum Opfer fallen, da sie - insbesondere aufgrund der Bodenbeschaffenheit in unserer Stadt - einen fundamentalen Baustein des Hochwasserschutzes darstellen.

SPD:
Wie eben schon erwähnt sind dazu folgende Punkte in unserem Wahlprogramm genannt: 

  • Klimaangepasstes Wohnen fördern – Hitzeschutz, Frischluftschneisen und Wohnqualität gezielt berücksichtigen
  • Sanierung vor Neubau – möglichst keine zusätzliche Flächenversiegelung zur Minderung von Starkregenfolgen
  • Maßvolle Nachverdichtung – Erhalt von Grünflächen und klimatisch wirksamen Freiräumen
  • Lebensfreundliche Stadträume fördern – naturnahe Gestaltung zur Verbesserung des Stadtklimas
  • Natur bewahren – nachhaltig handeln – Schutz natürlicher Lebensgrundlagen als Basis der Klimaanpassung

CSU:
Das Hochwasserschutzkonzept gilt es die nächsten Jahre in die Umsetzung zu bringen.
Die Stadt Penzberg ist Teil des „LaPla“ (kurz für Landschaftsplanung) im Fokus einer innovativen, kommunalen Neuentwicklung. Ziel ist es Blaugrüne Adern durch die Stadt zu schaffen. Unter dem Titel Biotope vernetzen – Natur begreifen – Synergien schaffen erarbeitet Penzberg neue Ansätze, um Landschaftsplanung mit Stadtentwicklung, Klimaanpassung und Biotopvernetzung zu verbinden.

BfP:
Konkrete Schritte für die Innenstadt:

  • Entsiegelung, wo möglich

  • mehr Straßenbäume

  • begrünte Dächer und Fassaden bei Neubauten

  • Schwammstadt-Prinzip bei neuen Baugebieten

  • Regenrückhalteflächen bei Starkregen

Klimaanpassung ist günstiger als spätere Schadensbeseitigung.

2b Mit zunehmender Klimaerhitzung werden Frischluftschneisen aus der Landschaft in die Wohngebiete für Gesundheit und Wohlbefinden der Bewohner immer wichtiger. Mit welchen Maßnahmen werden Sie die Frischluftzufuhr in die Wohngebiete gewährleisten?

Die Grünen:
Das zentrale, raumordnerische Instrument für Frischluftschneisen im städtischen Bereich ist der Flächennutzungsplan, wobei es für uns nicht nur um Frischluft geht, sondern auch um Biotopverbund und Artenschutz. Wir setzen uns dafür ein, dass die Frischluftschneise in Reindl wieder aus der Bebauung rausgenommen wird und auch im Bereich Nonnenwaldstraße (neue Kita) der Grüngürtel erhalten bleibt. Beim Friedhof/Seeshaupter Str. konnten wir den Erhalt eines breiteren Grünstreifens am Bach bereits durchsetzen und werden eine weitere Verbreiterung durch eine intelligente Planung des Blaulichtzentrums fordern.

PM:
Mit zunehmender Verdichtung und Hitzeentwicklung in den Städten gewinnen Frischluftentstehungsgebiete und Frischluftschneisen aus dem Umland für Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung deutlich an Bedeutung. Aus meiner Sicht müssen diese Faktoren als wesentliche Grundlage einer vorausschauenden zukunftsorientierten Stadtplanung verstanden werden.
Entsprechende Bereiche müssen daher frühzeitig identifiziert und bei den Planungen zur Stadtentwicklung berücksichtigt werden. Nur so ist es möglich, sie von einer Bebauung freizuhalten und ihre Funktion dauerhaft zu sichern. Ziel muss es sein, städtebauliche Entwicklungen so zu gestalten, dass sie auch unter veränderten klimatischen Bedingungen zu einer hohen Lebensqualität beitragen.

SPD:
Die SPD Penzberg setzt sich dafür ein, Frischluftschneisen konsequent zu sichern und freizuhalten.
Dies geschieht durch maßvolle Nachverdichtung statt neuer Versiegelung, den Erhalt von Grün- und Freiflächen sowie die verbindliche Berücksichtigung von Frischluftschneisen in Bauleitplanung und Stadtentwicklung, insbesondere bei innerstädtischen Vorhaben.

CSU:
In die Wohngebiete für Gesundheit und Wohlbefinden der Bewohner immer
wichtiger. Mit welchen Maßnahmen werden Sie die Frischluftzufuhr in die
Wohngebiete gewährleisten (z.B. von Bebauung freihalten)?
Vorhandene Frischluftschneisen, die sogenannten blaugrünen Adern (Grünflächen und Wasserwege) sollten bestmöglich erhalten bleiben und im Idealfall noch aufgewertet werden.

BfP:
Hier braucht es Mut zur Begrenzung:

  • sensible Freihaltung wichtiger Luftkorridore

  • keine Verdichtung um jeden Preis

  • klare Abwägung zwischen Wohnraumbedarf und Stadtklima

Wachstum ja – aber nicht auf Kosten der Gesundheit.
 

2c. Welche Pläne für eine "grünere" Gestaltung der Innenstadt verfolgen Sie?

Die Günen:
Die Begrünung von Flachdächern muss eine generelle Vorgabe werden, ebenso die Fassadenbegrünung. Wir müssen auch von einer maximalen Verdichtung wegkommen und bei Bauprojekten in der Innenstadt Grünflächen und begrünte Innenhöfe fordern. Dies verbessert nicht nur das Kleinklima, sondern auch die Aufenthaltsqualität. Auf städtischem Grund ist zu prüfen, wo wir Bäume pflanzen und entsiegeln können. Dabei sollen wieder vermehrt heimische/standortgerechte Großbäume gewählt werden, die eine stärkere klimatische Wirkung haben und aus Sicht des Artenschutzes wertvoller sind. 
Von weiterer Bedeutung ist, dass wir neben der städtischen/öffentlichen Flächen auch die Eigentümer:innen in die Verantwortung nehmen. Hierbei geht es weniger um eine Verbots- und Verpflichtungskultur, sondern um die langfristige Arbeit, den Eigentümern ihre Verantwortung für das Gemeinwohl näher zu bringen. 

PM:
Diese Frage ist eng mit den Themen Aufenthaltsqualität, Klimaanpassung und einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung verbunden. Gleichzeitig muss sie vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Situation der Stadt verantwortungsvoll und realistisch umgesetzt werden.
Begrünung und Entsiegelung sind aus meiner Sicht nicht nur ökologische Maßnahmen, sondern auch Investitionen in den Werterhalt öffentlicher Räume und in die Vermeidung künftiger Folgekosten, etwa durch Hitze, Starkregen oder zunehmender Belastungen der Infrastruktur.
Ziel ist eine Innenstadt, die schrittweise grüner, widerstandsfähiger und lebenswerter wird – ohne die finanziellen Handlungsspielräume der Stadt zu überfordern. Insofern halte ich es für sinnvoll, Maßnahmen zur Begrünung bevorzugt im Zuge ohnehin anstehender Sanierungen und Umgestaltungen umzusetzen.
Ganz allgemein ist es dringend geboten für die Innenstadt ein verbindliches Leitbild zu entwickeln, das diese Aspekte bei neuen Projekten bereits von Beginn an mit einfordert. Wir dürfen uns als Stadt nicht scheuen, Gesicht zu zeigen. Wer wir sind und was wir für Penzberg als Lebensraum wollen, sollte auf breiter Basis und mit Bürgerbeteiligung entwickelt werden. Diese Erwartungen können dann auch bei Verhandlungen auf Augenhöhe mit Investoren kommuniziert werden.
Wer Baurecht erwartet, muss sich auch im Klaren darüber sein, dass damit auch Pflichten und Verantwortung verbunden sind. Für die Infrastruktur, für einen sozialen Beitrag aber eben auch für die ökologisch sinnvolle Entwicklung unserer Stadt.

SPD:
Die SPD Penzberg setzt sich für eine schrittweise Begrünung der Innenstadt ein, um Aufenthaltsqualität, Stadtklima und Artenvielfalt zu verbessern.
Geplant sind mehr Stadtgrün auf Plätzen und Straßen, Entsiegelung wo möglich, zusätzliche Bäume und Verschattung, naturnahe Gestaltung des öffentlichen Raums sowie die konsequente Berücksichtigung von Klimaanpassung bei allen Maßnahmen der Innenstadtentwicklung.

CSU:
Städtisches Bestandsgrün soll erhalten bleiben und bei Ersatzpflanzungen von Bäumen sollen geeignete „Stadtbäume“ gepflanzt werden.
Bei Neubauten sind, wenn möglich, begrünende Bereiche und Retentionsflächen zu schaffen.

BfP:
Ziele:

  • mehr Schattenplätze

  • mobile Begrünung

  • Aufenthaltsqualität statt reiner Durchgangsfläche

  • Förderung privater Fassadenbegrünung

Eine attraktive Innenstadt stärkt auch den Einzelhandel.

3. Artenschutz & Biodiversität

3a. Welchen Stellenwert hat für Sie der Schutz von Mooren und Wäldern im Stadtgebiet Penzberg und wie werden Sie sich für deren Erhalt einsetzen?

Die Grünen:
Der Schutz von Wäldern und insbesondere Mooren ist essentiell für die CO2 Bindung und für den Artenschutz. Wir lehnen die Bebauung von Moorböden und die Rodung von Wäldern ab, insbesondere das im Flächennutzungsplan vorgesehene neue Gewerbegebiet im Nonnenwald.

PM:
Der Schutz von Mooren und Wäldern im Stadtgebiet Penzberg hat für mich einen sehr hohen Stellenwert. Diese Flächen sind nicht nur wertvolle Lebensräume für viele Arten, sondern übernehmen zugleich zentrale Funktionen für Klimaschutz, Wasserhaushalt und Erholung. Gerade in einer Stadt, die von Moor- und Waldlandschaften umgeben ist, tragen sie wesentlich zur Identität und Lebensqualität bei.
Deshalb müssen diese Flächen langfristig erhalten und vor Eingriffen geschützt werden. Darüber hinaus bieten insbesondere Moorflächen Chancen für eine aktive Klimaanpassung, etwa durch Wiedervernässung. Solche Maßnahmen können nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche Wirkung mit langfristigem Nutzen für die Stadt entfalten.

SPD:
Für die SPD Penzberg haben der Schutz der Moore und Wälder im Stadtgebiet einen sehr hohen Stellenwert.
Gerade vor dem Hintergrund des Penzberger Umlands mit seinen sensiblen Moor- und Waldflächen setzen wir konsequent auf Sanierung und Innenentwicklung statt neuer Flächenversiegelung, den dauerhaften Schutz ökologisch wertvoller Gebiete vor Bebauung sowie die enge Zusammenarbeit mit Fachstellen und Umweltverbänden wie dem Bund Naturschutz, um Erhalt und, wo möglich, Renaturierung aktiv voranzubringen.

CSU:
Wie bereits unter 1a beschrieben soll die Renaturierung von Gut Hub, welche Feuchtwiesen, Aufforstungen und Biotopvernetzungen beinhaltet, fortgesetzt werden.

BfP:
Moore sind CO₂-Speicher und Hochwasserschutz zugleich.
Wälder sind Frischluftproduzenten.

Für uns gilt:

  • Schutz bestehender Moorflächen

  • Zurückhaltung bei Rodungen

  • Ausgleichsmaßnahmen möglichst ortsnah

Naturräume sind kein Reservebauland.

3b. Wie gewährleisten Sie eine Verbindung der Wald- und Grünflächen sowie der Stadtbäche, um die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern (Stichwort: Biotopverbund)?

Die Grünen:
Auch hier ist der Flächennutzungsplan ein zentrales Instrument. Wir setzen uns dafür ein, dass im Bereich Nonnenwaldstraße (neue Kita) der Grüngürtel erhalten bleibt. Beim Friedhof/Seeshaupter Str. konnten wir den Erhalt eines breiteren Grünstreifens am Bach bereits durchsetzen und werden eine weitere Verbreiterung durch eine intelligente Planung des Blaulichtzentrums fordern. 

PM:
Der Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt erfordern aus meiner Sicht einen ganzheitlichen Blick auf das Stadtgebiet. Einzelne Schutzflächen entfalten ihre volle Wirkung erst dann, wenn sie miteinander vernetzt sind und als zusammenhängende Lebensräume funktionieren.
Grundlage dafür ist, bestehende Wald-, Grün- und Gewässerstrukturen zu sichern und bei Planungen so weiterzuentwickeln, dass Verbindungen zwischen ihnen erhalten oder neu geschaffen werden. Dies betrifft insbesondere Grünzüge, Gewässerrandstreifen sowie Übergangsbereiche zwischen Siedlungsraum und Landschaft.
Der Biotopverbund muss daher als fester Bestandteil der Stadtentwicklungs- und Bauleitplanung berücksichtigt werden. Ziel ist es, städtebauliche Maßnahmen so zu gestalten, dass sie die Durchlässigkeit für Tiere und Pflanzen verbessern und die ökologische Qualität des Stadtgebiets langfristig stärken.

SPD:
Der Biotopverbund ist für mich nicht nur ein politisches Ziel, sondern auch persönliches Anliegen.
Gemeinsam mit dem Rotary Club Penzberg habe ich an der Freiheit eine artenreiche Wildblumenwiese auf rund 2.000 Quadratmetern angelegt. Diese Fläche bietet Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleintiere und wirkt als wertvolles Trittsteinbiotop im Stadtgebiet – ein konkreter Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.
Auch die SPD Penzberg setzt sich konsequent für den Erhalt und die Vernetzung von Biotopen ein.
Durch den Schutz von Grün- und Waldflächen, die ökologische Aufwertung von Stadtbächen, naturnahe Gestaltung öffentlicher Räume sowie flächensparende Stadtentwicklung wollen wir einen funktionierenden Biotopverbund sichern und die biologische Vielfalt in Penzberg dauerhaft stärken.

CSU:
Wie unter 2a beschrieben, ist der „LaPla“ die Grundvorraussetzung für eine nachhaltige Aufwertung unserer Blaugrünen Adern. Dies sollte unser Leitfaden sein. Auch gibt es bereits gute Gespräche mit der Heinz Sielmann Stiftung über mögliche Umsetzungen Biotopverbindungen im Stadtgebiet aufzuwerten.

BfP:

  • Grünachsen im Stadtgebiet sichern

  • Bachläufe ökologisch aufwerten

  • Verbindung von Wald- und Grünflächen bei Neubaugebieten berücksichtigen

Artenvielfalt braucht Vernetzung – keine Inseln.
 

3c. Penzberg hat eine Kommunale Biodiversitätsstrategie. Welche vorrangigen Maßnahmen daraus werden Sie zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt in Penzberg ergreifen und unterstützen?

Die Grünen:
Die Elemente der Biodiversitätsstrategie sind für uns Selbstverständlichkeiten. Extensivierung, ökologisch sinnvolle Mahdtermine, Vermeidung von Pestiziden und die Verwendung torffreier Erden sollten heutzutage nicht mehr diskutiert werden müssen.
Im Bereich Wald laufen die Umbaumaßnahmen und auch im Bereich Landwirtschaft sind wir mit der Extensivierung unserer landwirtschaftlichen Flächen auf Gut Hub einen großen Schritt voran gekommen.
Weniger ist mehr! Die innerstädtischen Grünflächen können an vielen Stellen noch weniger gepflegt werden, was nicht nur der Natur, sondern auch den Sparmaßnahmen durch reduzierte Arbeitsstunden am Bauhof zugute kommt. Mit autochtonem Saatgut und Gestaltungselementen können städtische Grünflächen zusätzlich aufgewertet werden. 
Vor allem bei den Kreisverkehren können wir noch deutlich besser werden und mit einer naturnahen Dauerbepflanzung das unsinnige Pflanzen und Kompostieren von tausenden von Stiefmütterchen abschaffen.

PM:
Gerade vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Situation der Stadt halte ich die in der Biodiversitätsstrategie vorgesehene naturverträgliche Ausrichtung der kommunalen Grünpflege für einen besonders sinnvollen Ansatz.
Durch eine stärkere Extensivierung, reduzierte Schnitthäufigkeiten und angepasste Pflegezeitpunkte lässt sich mit vergleichsweise geringem zusätzlichen Mitteleinsatz eine hohe ökologische Wirkung erzielen. 
Zwar erfordert die Umstellung der Pflegekonzepte zunächst eine sorgfältige Planung und Organisation, langfristig können jedoch Pflegeaufwand und laufende Kosten reduziert werden. In diesem Sinne ist die biodiversitätsorientierte Grünpflege nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit den finanziellen Ressourcen der Stadt.

SPD:
Die SPD Penzberg unterstützt die konsequente Umsetzung der kommunalen Biodiversitätsstrategie.
Vorrangig setzen wir auf den Erhalt und die Vernetzung von Biotopen, die ökologische Aufwertung von Grünflächen und Stadtbächen, mehr naturnahe Flächen wie Blühwiesen im Stadtgebiet sowie eine flächensparende Stadtentwicklung, um die biologische Vielfalt in Penzberg dauerhaft zu schützen und zu fördern.

CSU:
Wie oben erwähnt wurden viele Projekte bereits umgesetzt und begonnen. Das Gebiet um Gut Hub ist hier ein Musterbeispiel und soll weiter gefördert werden.
Aber auch der Penzberger Stadtwald soll weiterhin durch angepasste Waldentwicklung ökologisch aufgewertet und nach dem Forstwirtschaftsplan bewirtschaftet werden.
Eine weitere kontinuierliche umzusetzende Maßnahme ist auch, häufig gemähte Rasenflächen, soweit möglich, in Pflanzenarten reiche Wiesenfläche umzuwandeln.

BfP:
Vorrangig:

  • Blühflächen auf städtischen Flächen

  • naturnahe Pflege statt steriler Grünflächen

  • Verzicht auf unnötige Versiegelung

Pflegekonzepte müssen ökologisch UND wirtschaftlich sinnvoll sein.

3d. Bäume sind wichtig für eine lebenswerte Stadt. Dennoch gehen in Penzberg ständig wertvolle Bäume verloren. Werden Sie sich für eine Baumschutzverordnung in Penzberg einsetzen?

Die Grünen:
Wie bereits oben erwähnt waren wir Initiator der früheren Baumschutzverordnung, die leider wieder abgeschafft wurde. Wir müssen dringend wieder eine neue Verordnung auf den Weg bringen, damit dem Verschwinden vor allem alter Bäume endlich wieder Einhalt geboten wird. An vielen Stellen erleben wir, dass Eigentümer Bäume nur fällen, weil sie „Dreck“ machen. Das darf nicht sein und muss dringend gestoppt werden! Das Argument, es würden ohnehin alle beantragten Baumfällungen genehmigt werden ignoriert den Effekt, dass Eigentümer erst gar nicht auf die Idee kommen einen Baum zu fällen oder einen Antrag auf Fällung zu stellen, wenn sie keinen wirklich triftigen Grund haben. 

PM:
Bäume leisten einen unverzichtbaren Beitrag für Stadtklima, Biodiversität und Aufenthaltsqualität. Ihr Erhalt ist daher für eine lebenswerte Stadt von großer Bedeutung. Gleichzeitig entstehen Nutzungskonflikte, etwa im Zuge von Bauvorhaben, Sanierungen oder notwendigen Infrastrukturmaßnahmen, die sachlich und transparent abgewogen werden müssen.
Eine Baumschutzverordnung kann ein geeignetes Instrument sein, um besonders schützenswerte Bäume besser zu sichern. Entscheidend ist aus meiner Sicht jedoch weniger das Instrument an sich als dessen Ausgestaltung und praktische Umsetzung. Eine pauschale Regelung darf weder notwendige Entwicklungen blockieren noch zu einem unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand führen.
Wichtig ist mir, dass der Schutz von Bäumen verbindlich, nachvollziehbar und fair geregelt wird. Dazu gehören klare Kriterien, transparente Entscheidungsprozesse sowie eine konsequente Nachpflanzung dort, wo Eingriffe unvermeidbar sind.
Vermeidbaren Rodungen muss in jedem Fall entgegengewirkt werden, denn es dauert letztendlich Jahre und Jahrzehnte, bis der verlorene ökologische Nutzen durch Nachpflanzung kompensiert wird. Ob eine Baumschutzverordnung hierfür das geeignete Mittel ist oder bestehende Regelwerke weiterentwickelt werden sollten, muss sorgfältig geprüft und offen diskutiert werden. Über eine praktikable Lösung würde ich mich persönlich sicherlich sehr freuen.

SPD:
Ja, ich setze mich ganz klar für den Schutz von Bäumen in Penzberg ein.
Eine Baumschutzverordnung kann dabei ein wichtiges Instrument sein, muss aber mit Augenmaß angewendet werden. Wichtig ist ein Ermessen im Einzelfall sowie praktikable Regelungen – etwa verbindliche Ersatzpflanzungen, wenn wertvolle Bäume, beispielsweise aufgrund von Krankheit und daraus folgenden Sicherheitsrisiken nicht gerettet werden können. Ziel der SPD Penzberg ist es, Bäume wirksam zu schützen und gleichzeitig notwendige Entwicklungen verantwortungsvoll zu ermöglichen.

CSU:
Aktuell ist die Wiedereinführung der 2015 aufgehobenen Baumschutzverordnung nicht geplant.
Damals wurden regelmäßig Ausnahmen der Verordnung beschlossen, was diese obsolet sein lässt. Über das Baurecht und das Bundesnaturschutzgesetz können jedoch viele Regelungen getroffen werden.

BfP:
Nein. Wir hatten bereits eine, die sich von Seiten der Verwaltung nicht vollziehen lies.
Auf Vorschlag der Verwaltung wurde diese wieder aufgehoben!
Wenn dies wieder zur Debatte steht und die Mehrheit im Stadtrat dafürsteht, dann bitte eine Verordnung mit Augenmaß.
Wir unterstützen eine:

  • transparente Regelung

  • Schutz alter, prägender Bäume

  • klare Ersatzpflanzungspflicht

Eigentümer müssen Planungssicherheit haben, aber wertvoller Baumbestand darf nicht schleichend verschwinden.

4. Infrastruktur: Mobilität & Energie

4a. Welche Ziele im Bereich Mobilität priorisieren Sie und mit welchen Maßnahmen aus dem Mobilitätskonzept wollen Sie diese erreichen?

Die Grünen:
Im Mobilitätskonzept mit seinen 169 Maßnahmen sind sehr viel wichtige und gute Vorschläge erarbeitet worden. Wichtig sind in der aktuellen Situation vor allem Maßnahmen, die die Sicherheit der „schwächeren“ Verkehrsteilnehmenden erhöhen und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Stadt schnell und kostengünstig umzusetzen sind. Hierzu zählen vor allem Geschwindigkeitsreduzierungen oder die schrittweise Umwandlung einzelner Straßen in sog. unechte Fahrradstraßen. 
Erreichen wollen wir dies, indem wir a) einen festen Tagesordnungspunkt für die Maßnahmen in den Stadtrats- bzw. Bauausschusssitzungen festsetzen und ein eigenes Monitoring zum Stand der Umsetzung einführen. Weiter ist es dringend nötig, eine einfach zugängliche und in einfacher Sprache erstellte digitale Bürgerinformation zu erstellen, in der die Bürger:innen die Tätigkeit der Stadtverwaltung und -politik hier transparent verfolgen können sowie eine Plattform, auf der Bürger:innen Hinweise und Anregungen zu z.B. Gefahrenstellen oder Verbesserungsmaßnahmen geben können.

PM:
Die Mobilität in Penzberg soll sich an dem im Mobilitätskonzept formulierten Leitbild orientieren und zugleich an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Der Beitritt Penzbergs zum Münchner Verkehrsverbund seit Ende 2024 eröffnet neue Möglichkeiten für eine bessere regionale Anbindung und macht es umso wichtiger, die Wege innerhalb der Stadt gut, sicher und alltagstauglich zu gestalten.
Aus meiner Sicht sollten insbesondere der Fuß- und der Radverkehr als konkrete Handlungsfelder priorisiert werden. Das Mobilitätskonzept zeigt hier einen klaren Handlungsbedarf, etwa durch unübersichtliche Führungen, fehlende Kontinuität im Radverkehrsnetz und bekannte Unfallschwerpunkte. Verbesserungen in diesen Bereichen erhöhen die Verkehrssicherheit, stärken die Aufenthaltsqualität und kommen einem großen Teil der Bevölkerung unmittelbar zugute.
Ein ganz wesentlicher Bestandteil unserer Mobilitätsstrategie ist die Reduzierung der Geschwindigkeit im Innerstädtischen Verkehr auf Tempo 30, wo dies gesetzlich möglich ist, oder sogar dem Gesetz nach die Regel sein sollte. Die positiven Effekte solcher Maßnahmen sind unserer Einschätzung nach schlüssig und kaum zu widerlegen.
Vor dem Hintergrund begrenzter Haushaltsmittel halte ich es für notwendig, statt großer Einzelprojekte die Maßnahmen bevorzugt umzusetzen, die mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz eine hohe Wirkung entfalten.
Insbesondere in Bezug auf Sicherheit, Alltagstauglichkeit und die Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr. Ziel ist eine Mobilitätsentwicklung, die schrittweise vorangeht, den Umweltverbund stärkt und den Menschen in Penzberg spürbare Verbesserungen im Alltag bringt.

SPD:
Die konsequente Umsetzung der 169 Punkte des Mobilitätskonzepts sind konkret in unserem Wahlprogramm genannt. 
Noch konkreter benannt könnte man schwerpunktmäßig folgendes hervorheben: 
Die SPD Penzberg priorisiert in der Mobilität drei Ziele: (1) verlässlichen, attraktiven ÖPNV für Alltag und Pendelverkehr, (2) sichere Wege für Rad- und Fußverkehr – besonders für Kinder und Seniorinnen/Senioren – und (3) flexible Angebote für Zeiten und Stadtteile, in denen der Linienverkehr allein nicht ausreicht.
Diese Ziele erreichen wir mit Maßnahmen aus Wahlprogramm und Mobilitätskonzept:

  • Rufbus / On-Demand-Angebot einführen (Wahlprogramm) und entsprechend dem Mobilitätskonzept flexible Bedienungsformen abends, am Wochenende und bei geringer Nachfrage erproben (M22).
  • ÖPNV spürbar verbessern durch bessere Takt- und Anschlussabstimmung – insbesondere Bus/Bahn (M3) – sowie bessere regionale Direkt- und Querverbindungen (z. B. Richtung Arbeitsplätze wie Roche und in die Region) (M2/M7).
  • Barrierefreiheit und Komfort im ÖPNV erhöhen durch den barrierefreien Ausbau der Haltestellen (M10) und bessere Erreichbarkeit der Haltestellen über sichere Fuß- und Radwege (M18).
  • Radwege ausbauen und Anbindungen verbessern (Wahlprogramm) – mit durchgängigen, sicheren Verbindungen innerorts und zu umliegenden Gemeinden sowie passenden Abstellmöglichkeiten an wichtigen Punkten.
  • Mobilitätskonzept konsequent umsetzen (Wahlprogramm) – inklusive der strukturierten Abarbeitung der 169 Maßnahmen und einer Stärkung der Verwaltungskapazitäten durch eine Personalstelle für Mobilitätsplanung (M169), damit Beschlüsse auch tatsächlich umgesetzt werden.

So verbinden wir konkrete Verbesserungen im Alltag (Rufbus, bessere Anschlüsse, sichere Wege) mit einer konsequenten Umsetzung des Mobilitätskonzepts.

CSU:
Die Verkehrsentlastung und die Stärkung den „schwächeren Verkehrsteilnehmer“ ist zu priorisieren. Mit den am schnellsten und einfachsten umzusetzenden Maßnahmen sollte begonnen werden um erste Ergebnisse zu erwirken und aufwändigere Projekte zu planen.

BfP:
Ziele:

  • sichere Schulwege

  • bessere Radverbindungen

  • intelligente Verkehrslenkung

  • realistische Umsetzung des Mobilitätskonzepts

Großprojekte nur, wenn finanzierbar. 
Schrittweise Umsetzung statt Prestigeprojekte.

4b. Was planen Sie, um die erneuerbaren Energien zu fördern?

Die Grünen:
Die Fördermittel der staatlichen Fonds und Förderstellen müssen den Bürger:innen leichter und in verständlicher Form zugänglich gemacht werden. Angebote für (individuelle) Beratung (z.B. in Kooperation mit der Energiewende Oberland) sind zu forcieren. 
Ein eigenes Förderprogramm der Stadt Penzberg ist aufgrund der Finanzlage derzeit nicht realistisch. Wir sind überzeugt, dass gute und transparente Information und Arbeit an einer „klimaorientierten Haltung“ ebenfalls Wirkkraft erzielen.  
Bei Bebauungsplänen sind generell Dach-PV-Anlagen vorzuschreiben, insbesondere bei Gewerbegebieten mit großflächigen Gebäuden. Die städtischen Liegenschaften sind auf ihre Eignung für Dach-PV-Anlagen zu prüfen.

PM:
Die Förderung erneuerbarer Energien ist für mich ein zentraler Bestandteil einer zukunftsfähigen und verantwortungsvollen Stadtentwicklung. Dabei geht es weniger um kurzfristige Einzelmaßnahmen als um einen klaren, nachvollziehbaren Rahmen, der langfristig Wirkung entfaltet und zur finanziellen Stabilität der Stadt beiträgt.
Ein wichtiger Ansatz ist, dass die Stadt bei eigenen Projekten, Gebäuden und Verbrauchsstellen mit gutem Beispiel vorangeht. Erneuerbare Energien sollten dort, wo es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, konsequent mitgedacht und umgesetzt werden, insbesondere im Zusammenhang mit ohnehin anstehenden Sanierungen oder Investitionen.
Darüber hinaus kann die Stadt über klare Rahmenbedingungen und Auflagen bei privaten Bau- und Investitionsprojekten dazu beitragen, dass erneuerbare Energien frühzeitig in die Planung einbezogen werden. Verlässliche und transparente Vorgaben schaffen dabei Planungssicherheit und helfen, Einzelfallentscheidungen zu vermeiden.
Ein weiterer wichtiger Baustein ist Information und Beratung. Viele Bürgerinnen und Bürger sind grundsätzlich offen für erneuerbare Energien, benötigen aber Orientierung, um Möglichkeiten, Wirtschaftlichkeit und Förderprogramme einschätzen zu können. Oftmals ist der erste Schritt für den Einzelnen ja gar nicht so groß, einen Beitrag zu leisten, etwa in Form einer Balkon-PV-Anlage. Hier sehe ich Potenzial, bestehende Strukturen gezielt weiterzuentwickeln.
In diesem Zusammenhang halte ich es für sinnvoll, gemeinsam mit der bestehenden und in Penzberg ansässigen Bürgerstiftung für erneuerbare Energien und Energieeinsparung (EWO) enger zusammenzuarbeiten, um die Vernetzung regionaler Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien zu stärken. Dadurch sollte es möglich sein, Wissen zu bündeln, neutrale Erstinformationen anzubieten und den Austausch zwischen Bürgerschaft, Wirtschaft und Kommune zu fördern, ohne neue kostenintensive Strukturen zu schaffen.
Ziel ist ein kontinuierlicher, nachvollziehbarer Ausbau erneuerbarer Energien, der Akzeptanz schafft, lokale Kompetenz stärkt und die Stadt Schritt für Schritt unabhängiger von steigenden Energiepreisen macht. Zudem sollte es uns als Stadt ein Anliegen sein, den Wirtschaftssektor zu stärken, der insbesondere in der ökologischen Energiewirtschaft für eine zukunftsgerechte Entwicklung steht.

SPD:
Die SPD Penzberg will den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent und verantwortungsvoll vorantreiben.
Zentrale Bausteine sind die kommunale Wärmeplanung sowie die enge Zusammenarbeit mit der Energiewende Oberland GmbH, um tragfähige, bezahlbare und klimafreundliche Lösungen für Haushalte, Gewerbe und kommunale Liegenschaften zu entwickeln.

Ergänzend setzen wir uns ein für:

  • den weiteren Ausbau von Photovoltaik auf kommunalen Dächern und geeigneten Flächen,
  • Beratung und Unterstützung für Bürgerinnen, Bürger und Betriebe bei der Umstellung auf erneuerbare Energien und effiziente Heizsysteme,
  • die Vorbildrolle der Stadt durch energetische Sanierung öffentlicher Gebäude,
  • sowie die Einbindung von Bürgerenergie-Projekten, um Akzeptanz und regionale Wertschöpfung zu stärken.

CSU:
Die kommunale Wärmeplanung wird aktuell ausgeschrieben, mit dem Ziel Potenziale erneuerbarer Energien und Abwärmen zu identifizieren und Wärmeversorgungsgebiete zu entwickeln.
Bürger und Unternehmen werden durch Informationsveranstaltungen und Stellungnahmen in den Prozess einbezogen, um erneuerbare Energien bestmöglich in der Fläche zu fördern.

BfP:

  • Unterstützung von PV auf Dächern

  • Nutzung kommunaler Dachflächen

  • wirtschaftlich tragfähige Wärmeversorgung

  • technologieoffen denken

Energiepolitik muss bezahlbar bleiben.
Den Heizungspumpentausch hatten wir bereits 2016 initiiert im Stadtrat!

5. Stadtentwicklung & Wachstum

5a. Wie stehen Sie zu einem weiteren Wachstum Penzbergs - mit den Auswirkungen auf Verkehr, Kitas/ Schulen, Wohnungsbau, Versiegelung von Boden, Rodung von Waldflächen - und wo sehen Sie die Grenzen dieses Wachstums?

Die Grünen:
Penzberg ist attraktiv. Diese Tatsache zeigt sich nicht nur an der schönen Lage, sondern auch an dem Wunsch vielen Menschen, hier her zu ziehen und die gute Infrastruktur und (kleinstädtischen) Rahmenbedingungen wie Schulen, Ärzte, KiTa-Betreuung, etc. zu nutzen. 
Penzberg wird alleine durch Verdichtung weiter wachsen. Da wir die letzten Jahre große Wohnbauprojekte auf den Weg gebracht haben (An den Eichen, Edeka-Areal, Franz-Marc-Weg) und schon jetzt mit dem Ausbau der Infrastruktur (Kitas, Schulen, Nachmittagsbetreuung) nicht hinterher kommen, sehen wir keinen Sinn in der weiteren Ausweisung von Baugebieten, insbesondere wenn diese wertvolle Natur und Moorböden beeinträchtigen. Wir werden die Wohnungsproblematik nicht durch weitere Bauprojekte entschärfen, zumal die Hälfte der Erwerbstätigen Penzberger nach München bzw. ins Umland pendeln, d.h. durch unsere gute Verkehrsanbindung ziehen wir mit teuren Neubauwohnungen sehr stark Menschen an, die sich diese Preise leisten können (und oft nicht aus Penzberg oder dem nahen Umland kommen). Der Fokus muss darauf liegen, dass Bauherren auch bezahlbaren Wohnraum schaffen.

PM:
Ein weiteres Wachstum Penzbergs muss aus meiner Sicht verantwortungsvoll und vorausschauend gesteuert werden, gerade weil mit den derzeit laufenden Projekten die Weichen schon auf Wachstum gestellt wurden und die daraus resultierenden Herausforderungen erst noch bewältigt werden müssen.
Dabei gehören ökologische Verantwortung, die Leistungsfähigkeit der städtischen Infrastruktur und die finanzielle Tragfähigkeit untrennbar zusammen.
Wachstum ist kein Selbstzweck, sondern muss sich daran messen lassen, ob Natur und Landschaft geschont, die notwendige Infrastruktur – insbesondere Kitas, Schulen, Verkehr und soziale Einrichtungen – dauerhaft mitwachsen kann und die Stadt finanziell handlungsfähig bleibt.
Grundsätzlich halte ich es für wichtig, vorhandene Potenziale im Stadtgebiet vorrangig zu nutzen, bevor neue Flächen in Anspruch genommen werden.
Innenentwicklung, Nachverdichtung und die sinnvolle Nutzung bestehender Strukturen sollten daher Vorrang vor einer weiteren Ausdehnung in den Außenbereich haben. So lassen sich zusätzliche Versiegelung, Eingriffe in Natur und Landschaft sowie die Rodung von Waldflächen begrenzen.
Grenzen des Wachstums sehe ich dort, wo ökologische Belastungen zunehmen, die Infrastruktur überfordert wird oder erhebliche finanzielle Risiken für die Stadt entstehen. Neue Baugebiete dürfen nur im Rahmen des Flächennutzungsplans, und auch nur dann entwickelt werden, wenn Verkehrsanbindung, Kinderbetreuung, Schulen und soziale Infrastruktur von Anfang an mitgedacht und verlässlich gesichert sind.
Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage ist es mir besonders wichtig, Entwicklungsschritte realistisch zu priorisieren und zeitlich zu strecken.
Eine nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet für mich, Qualität vor Geschwindigkeit zu stellen und Entscheidungen transparent zu erklären, damit sie von einer breiten Mehrheit mitgetragen werden können.
 

SPD:
Die SPD Penzberg steht für ein maßvolles, verantwortungsvolles Wachstum – nicht für ein „Wachsen um jeden Preis“.
Neue Entwicklungen müssen sich an der vorhandenen Infrastruktur orientieren und dürfen weder Verkehr, Kitas und Schulen überfordern noch zu unnötiger Bodenversiegelung oder zur Rodung wertvoller Wald- und Grünflächen führen.
Auf Grundlage unseres Wahlprogramms heißt das konkret:

  • Innenentwicklung vor Außenentwicklung: Sanierung, Nachverdichtung und Nutzung vorhandener Flächen statt Ausweisung neuer Baugebiete.
  • Maßvolle Nachverdichtung nur dort, wo Lebensqualität, Grünflächen, Frischluftschneisen und Klima-Resilienz erhalten bleiben.
  • Wohnraum nach Bedarf schaffen – nachhaltig, sozial und vielfältig (kommunal, genossenschaftlich, gemeinschaftlich).
  • Verkehr mitdenken: Wachstum nur dort, wo Mobilitätskonzept, ÖPNV, Rad- und Fußwege Schritt halten können.
  • Klare Grenzen ziehen, wenn Natur-, Klima- und Umweltschutz oder soziale Infrastruktur nicht ausreichend gesichert sind.

Wachstum endet für uns dort, wo es zulasten von Lebensqualität, Natur und sozialer Gerechtigkeit geht.
Penzberg soll sich weiterentwickeln – aber lebenswert, klimaverträglich und mit Augenmaß.

CSU:
Die Grenzen des Wachstums legt ganz klar der neue Flächennutzungsplans fest. Wobei jetzt schon gilt, Nachverdichtung vor Flächenfraß. Auch eine Entwicklung von Innen (Stadtmitte) nach außen ist das Ziel. Dadurch wird Versiegelung vermieden, Individualverkehr reduziert und Waldflächen erhalten.
Die Stadt Penzberg ist, per Definition des Regionalplans, ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Arbeiten, einkaufen, Ärzte, Schulen oder Gewerbe finden hier statt, weshalb generell ein Wachstum vorgesehen bzw. möglich ist und nicht auf den ländlich geprägten Dörfern. Aber mit den bereits geplanten und in Planung befindlichen Projekten ist.

BfP:
Das ist die entscheidende Frage.
Penzberg darf wachsen – aber nicht unbegrenzt.
Grenzen sehen wir bei:

  • Überlastung von Schulen und Kitas

  • Verkehrskollaps

  • Verlust wichtiger Grün- und Waldflächen

  • finanzieller Überforderung des Haushalts

Innenentwicklung vor Außenentwicklung.
Qualität vor Quantität.