Roche-Erweiterung - ein Rückblick
Mit der endgültigen Zustimmung der Mehrheit des Penzberger Stadtrats am 13.12.22 zur Erweiterung des Roche-Betriebsgeländes um rund 14 Hektar, etwa 19 Fußballfelder, war klar, dass die Rodungsarbeiten im Nonnenwald in Kürze beginnen würden. Der Bund Naturschutz hatte während des gesamten Bauleitverfahrens gefordert, das Ausmaß der Flächenversiegelung deutlich zu verringern, da die Auswirkungen auf Klima, Naturschutz, Boden, Landschaft, Verkehr und die sozialen und infrastrukturellen Folgen für die Stadt unterschätzt werden. Vergeblich.
Seitdem geht es darum, zu retten, was zu retten ist.
Die im Bebauungsplan vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz müssen genau eingehalten werden. Z. B. mussten schnellstens Ersatzlebensräume für die Zauneidechse, den Laubfrosch und die Gelbbauchunke geschaffen werden. Für Baumfledermäuse mussten Ersatzquartiere geschaffen werden. Die Bachmuschel im nahen Brünnlesbach muss vor Wasserableitungen aus dem Betriebsgelände geschützt werden etc. Aktive des Bund Naturschutz waren deshalb am 20. Januar 23 bei einer Begehung vor Ort mit den Verantwortlichen für die Umsetzung dieser Maßnahmen.
Und dann ging alles ganz schnell
Im Februar erfolgte die Rodung von rund 7,5 Hektar Wald "in einem ersten Schritt" (Zitat Roche). Weitere rund 6 Hektar würden noch folgen.

Im November 23 waren wir ein zweites Mal vor Ort und ließen uns die Entwicklung der Ersatzbiotope zeigen. Jedesmal deprimierend wirken die riesigen kahlen Flächen, die für die Bebauung vorbereitet werden.


Ausmaß der Nord-Erweiterung
Dieses Bild veranschaulicht das Ausmaß der Norderweiterung.

Schaffung von Ersatzbiotopen
Allerdings müssen wir anerkennen, dass Roche versucht, die Verluste und Beeinträchtigungen für die Natur zu minimieren.Wir haben uns die Wirksamkeit der Ersatzbiotope für die betroffenen Arten im Frühjahr 2025 nochmals angeschaut. Die Ersatzbiotope werden zum großen Teil angenommen.
Wir werden die Entwicklung weiter verfolgen.






